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Mach die Wintersonne zu deinem Freund

Wintersonne und Photovoltaik

Wir haben Dezember und es dauert nicht mehr lang. Bald sind die Tage am kürzesten und die Nächte am längsten. Bald ist die Wintersonnenwende. Sie erreicht ihren jährlichen Tiefstand. Doch was hat das mit deiner Photovoltaikanlage zu tun?

Die kurzen Tage und der niedrige Sonnenstand können entscheidend für den Bau einer Solaranlage auf dem Dach sein. Aber von vorn:

Um die Weihnachtstage steht die Sonne mittags, wenn sie denn scheint, ziemlich niedrig am Himmel. Und außerdem lässt sie sich an solchen Tagen auch wirklich nur kurz blicken, nur wenige Stunden und sie geht wieder unter. Doch nicht nur die Dauer des Sonnenscheins ist im Winter recht mager, sondern auch die Neigung zu den Modulen.

Wenn die Sonne so niedrig steht, werfen die umliegenden Bäume und Häuser lange Schatten. So kann es sein, dass der Nachbarbaum plötzlich ganz schön stören kann, da er einen Teil der Anlage verschattet. Deshalb ist es gerade JETZT wichtig, sich seine Umgebung genau anzusehen.

Geh raus und beobachte die Schatten der Umgebung (falls dein Dach komplett frei steht und keinerlei Bäume, Häuser oder Mäste in der Nähe sind, kannst du dir das beruhigt ersparen). Die Bäume sind zwar kahl, aber wie viel wird das Dach verschattet? Oder wie sieht es mit Strommasten oder Laternen aus, sind deren Schatten zu sehen? Wenn die schwarzen Bilder nur geringfügig das Dach bedecken brauchst du dir keine Gedanken machen. Mit geschickter Verschaltung der Module am Wechselrichter kann man solche Ertragsräuber ausbremsen.

Ist z. B. nur der untere Teil vom Dach verschattet, so werden die untersten Module separat an einem String in Reihe geschalten und beeinflussen die restlichen Module nicht mehr.
Um dies aber optimal zu planen ist es hilfreich dem Installateur ein Foto oder eine grobe Skizze der Verschattung zu zeigen, so wird optimal gebaut.

Nun hast du also deine Photovoltaikanlage auf dem Dach und wirst innerlich schon fluchen über den kommenden Winter, denn das bedeutet kaum oder kein Ertrag. Wirklich?

Die Wintersonne steht zwar nicht so hoch wie die Sonne im Sommer, dennoch sind hohe Leistungen durchaus möglich. Denn im Winter ist es bekanntlich nicht so warm und das bedeutet eine echt Abkühlung für die Module. Und kühle Module bedeutet einen höheren Wirkungsgrad und damit höhere Erträge.

Auch Schnee ist kein Grund zur Sorge, denn dieser bleibt nicht lang liegen. Eine schneebedeckte Photovoltaikanlage muss keinen Ertragsverlust bedeuten. Die UV-Strahlen dringen auch durch die Schneeschicht hindurch. Durch das UV-Licht wird Spannung erzeugt und die Modulen werden etwas warm. Nun kann die Schneeschicht herunterrutschen, je steiler das Dach umso besser.

Hierbei möchte ich gleich mit anmerken, dass es sinnvoll ist, nicht in Eigenregie die Anlage von Schnee zu befreien, zum Einen besteht erhöhte Verletzungsgefahr und zum Anderen könnte die Anlage beschädigt werden.

Schneebedeckte Photovoltaikanlage

Zum Schluss sei noch erwähnte, dass die Anlage im Winter bei intelligenter Nutzung den Eigenverbrauch erhöht.

Aber wie sind deine Erfahrungen? Wie ist die Leistung deiner Anlage im Winter?

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Autor: Lydia

Leidenschaftliche Solartechnikerin, die helfen möchte Photovoltaik einfach zu verstehen. Denn energiewenden ist auch auf dem eigenen Hausdach möglich.

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