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Photovoltaik lohnt sich heutzutage nicht mehr

Lohnt sich PV

Immer wieder gerate ich aufgrund meines Bachelorstudiums zwangsläufig in die Argumentationsspirale: Photovoltaik – Pro und Contra. In solchen Momenten hab ich das Gefühl mich im Kreis zu drehen. Immer wieder sag ich die (fast) gleichen Sprüchlein auf. Dabei bin ich es wirklich leid die Unwissenheit, welche um die Photovoltaik und die Technik dahinter herrscht.

So schwer ist Photovoltaik gar nicht

Photovoltaik geht ganz einfach, um Strom zu erzeugen müssen keine Windmühlen ins Meer gerammt und keine neuen Pumpspeicher gebaut werden. Auch ist keine teure Biogasanlage beim Kuhstall um die Ecke notwendig.
Die Grundbedingungen stehen bereits. Ein Haus und das dazugehörige Dach, Hausanschluss, somit Netzanschluss und Zählerkasten. Elektrische Verbraucher im Haus sind in der Regel ebenso vorhanden.
Und der Rest ist kinderleicht. Gestell auf die Sparren, Module aufs Gestell, Kabel zum Zählerkasten ziehen, Wechselrichter anbringen, Einspeisezähler setzen, fertig.
Zwei Tage. Länger dauert das nicht und ist günstiger als ein neuer Golf.
Es ist die einfachste und schnellste Form an eigenen Strom zu kommen. Außerdem tragen Solarwechselrichter mit zur Netzstabilsierung bei.

Es rechnet sich

Schön und gut denkst du dir, alles ganz nette Argumente, aber die Investition muss sich ja auch rechnen. An dieser Stelle frage ich mich immer, was Leute dazu bewegt ein neues Auto zu kaufen, rechnen sie auch vorher durch, ob sich die Investition rentiert? Meist wird doch nur geprüft ob Benziner oder Dieselmotor, aber dann hört es auch schon auf, denn ein Auto verursacht Kosten und hat keine Rendite.

Weitere Argumente für ein Sonnenkraftwerk, ist die geringe Fehleranfälligkeit, es gibt nur wenig Teile die verschleißen, es stinkt nichts, es werden keine Vögel gefährdet und Lärm verursacht, es muss keine teure Bohrung gemacht werden. Alles was du brauchst ist ein Dach und einen Hausanschluss und schon kommt dein grüner Strom frisch produziert vom Hausdach.

Investition in die Zukunft

Photovoltaikanlagen sind meiner Meinung nach die einfachste Form der regenerativen Energien, denn die Sonnenenergie wird direkt von den Modulen in elektrische Energie umgewandelt ohne Motoren oder Umwandlung in eine andere Energieform.
Photovoltaik ist eine Investition in die Zukunft die sich absolut lohnt und für ein gutes Gewissen sorgt.
Das Zusammenspiel von Modulen, Wechselrichter, Netz und Speicher funktioniert wunderbar. Und die Überwachung läuft ganz einfach über deinen Computer, die Wartung ist unkompliziert und von der Beratung bis zur Montage vergehen oftmals nur wenige Tage. Schneller kommst du nicht an ein eigenes Kraftwerk.

Was ist dein Grund für Photovoltaik? Oder dein Grund dagegen?
Verrate es mir in den Kommentaren.

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Bild: ©pixelio.de / Andreas Hermsdorf

Autor: Lydia

Leidenschaftliche Solartechnikerin, die helfen möchte Photovoltaik einfach zu verstehen. Denn energiewenden ist auch auf dem eigenen Hausdach möglich.

23 Kommentare

  1. Tatsächlich gibt es viele Berechnungen, dass wir mit einer Fläche halb so groß wie Deutschland, den globalen Strombedarf decken könnten. Also ein ganz kleiner Teil der Sahara ausgestattet mit Sonnenkollektoren würde ausreichen, um die komplette Erde mit Strom zu versorgen. Natürlich macht es Sinn, diese auf anderen Punkte der Erde noch zu installieren, so dass man rund um die Uhr Strom produzieren kann. Auch der Transport über tausende kilometerlange Transportwege stellt kein Problem mehr dar, da die Technologie bereits vorhanden ist.
    Probleme sind lediglich der Kostenfaktor, logistischer Aufwand und geopolitische Situationen. Aber hey, wir haben schon mit Autos/Autobahnen, Eisenbahnen und Flugzeugen es bereits geschafft, dann müsste das doch auch möglich sein.

    • Hallo Daniel,
      danke für deinen Kommentar. Ich stimme dir voll zu. Und ja die Mühlen der Globalisierung mahlen langsam, aber wenn es wirtschaftlich wird, dann kommt auch Schwung in die Sache.
      Liebe Grüße
      Lydia

    • Liebe Catherine,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja Photovoltaik ist wirklich die einfachste Form, da bin ich ganz deiner Meinung.
      Herzliche Grüße
      Lydia

  2. Hallo Lydia,
    ich plane und baue schlüsselfertige Hauskraftwerke mit Photovoltaik, Stromspeicher und wenn gewünscht auch mit einer Wallbox für E.-Fahrzauge.
    Meine Kunden liegen in diesem Jahr bis jetzt je nach Lastverhalten bei 60-70% Autarkie,
    Das begeistert mich immer wieder und gibt mir Kraft, auch einige Abfuhren bei meinen Angeboten
    zu ertragen.
    Liebe Grüße
    Walter

    • Hallo Walter,
      danke für deinen Kommentar. Wow 60% Stromunabhängigkeit, das ist Spitze. Dass mich den Rückschlägen kann ich verstehen, so erging es mir auch immer.
      Mach weiter so. Viel Erfolg
      Herzliche Grüße
      Lydia

  3. „An dieser Stelle frage ich mich immer, was Leute dazu bewegt ein neues Auto zu kaufen, rechnen sie auch vorher durch, ob sich die Investition rentiert? Meist wird doch nur geprüft ob Benziner oder Dieselmotor, aber dann hört es auch schon auf, denn ein Auto verursacht Kosten und hat keine Rendite.“

    Ein Auto hat dadurch eine Rendite dass man sich von A nach B in einer bestimmten Zeit bewegen kann. Etwas formaler ausgedrückt: Die Rendite aus einem Auto entspricht der Reduktion der Opportunitätskosten der Zeit (Bequemlichkeit etc. könnte man auch noch dazu geben) abzüglich der (Betriebs-)Kosten.
    Würde ein Auto keine Rendite abwerfen wäre es wohl wirklich besser wir würden wieder auf Schusters Rappen von A nach B kommen. Die Nutzung des ÖPNVs hätte ja entsprechend auch keine Rendite, das kostet ja schließlich auch nur Geld…

    • Hallo Andreas,
      danke für deinen Kommentar. Nun das stimmt, dass der Zweck des Autos darin besteht, einen von A nach B zu bringen und die einer Photovoltaikanlage besteht darin, Strom zu erzeugen und nutzbar zu machen. Trotzdem wird das immer noch gehandelt wie eine Geldanlage, die noch mehr liefern muss. Dass die Rendite stimmt.

      Herzliche Grüße
      Lydia

  4. Wenn Du „sonnenverrückt“ genug bist, was ist die ehrliche Meinung einer offensichtlichen Fachfrau zu dem „letzten Gefecht“ das offenbar nun über sog. „Guerilla – PV“ geführt werden soll.

    „Andere“ die „ach so fortschrittlichen Schweizer“ nennen das offiziell „Plug-&-Play-Photovoltaikanlage“. Dort gibt es bereits eine recht klarer und wohl auch ernüchternde Norm zu diese Kleinanlagen. Hier der Link zum PDF :
    http://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/Fachleute/08_2014-07_plug-play_Dokument8.pdf

    Unabhängig von der dt. Norm, welche sicher noch ein Weilchen auf sich warten lässt, würde mich mal interessieren wie eine Fachfrau diese „Plug-&-Play-Photovoltaikanlagen“ beurteilt – lohnt sich ein max. 600 Wp „Anlägchen“, der, wenn es sich bei den möglichen Nutzern um Mieter oder genauso abhängig um Wohneigentümer in einer gemeinsamen Wohnanlage handelt.

    Das die Vermieter und oder anderen Eigentümer, die Hürden, solche Module an den (hoffentlich) vorhandenen sonnenzugewandten Balkon „hängen zu dürfen“ ähnlich wie bei der „SAT-Antennen“ sehr hoch legen werden, ist jenseits einer noch nicht vorhandenen gültigen dt. Norm, wohl sicher zu befürchten.

    Es soll ja bereits zwischen 10 bis 20tausend solcher „Guerilla – PV“ – (was im günstigsten Fall bei angenommenen 600Wp) ~12.000 kWp ergibt.

    Heute, wie Du ja selbst schreibst, sollten Anlagen auf (meine Worte) „maximale Eigennutzung“ getrimmt sein, da die Einspeisung sehr, sehr deutlich unter dem Bezugspreis liegt. Ein vernünftige Einstellung, aber wie sieht da bei Dir eine „mögliche Untergrenze“ aus ?

    Meine nun 5 Jahre alte Anlage hat real 11 kWp (gemeldet sind 12 !) und ich würde sicher entweder keine oder eine Anlage zwischen 3 und 5 kWp Anlage haben wollen. Meine PV ist zum größeren Teil eine „Indach-Anlage“ und sieht nicht wie zufällig verlegte „Briefmarken“ aus. Ich zähle also eher zu den Befürwortern EE mit Schwerpunkt PV. Nur für den Fall, das Du mich für einen der zahlreichen Gegner hältst.

    Einfach mal auf Rainer klicken – ich bin zwar kein Blogger, aber so etwas ähnliches…

    • Hallo Rainer,
      danke für deinen ausführlichen Kommentar. Nun mit Plug-In-Modulen habe ich mich durchaus beschäftigt und finde sie auch eine super Idee. Inwieweit sie funktionieren und wie sich der Verbrauch damit ändert kann ich nicht sagen. Denn ich habe selber kein so ein Modul. Auf der Seite vom Sonnenflüsterer, wirst du aber fündig, denn er hat sich lange damit beschäftigt und kann sehr ausführlich über seine Erfahrungen berichten.
      Inwieweit das Modul gefährlich für das Hausnetz werden kann, wie die Schweizer Norm das vermittelt, kann ich leider auch nicht einschätzen.
      Zum Thema Untergrenze: vor ein paar Wochen habe ich aber meinen WG-Mitbewohnern ein 60-Watt Dünnschichtmodul organisiert, mit dem sie ein bisschen herumprobieren möchten. In erster Linie ihren Böllerwagen mit Sonnenstrom versorgen, damit die Musik läuft. Vielleicht kann ich danach mehr berichten.
      Wenn deine Anlage 2011 gebaut wurde, so war es damals durchaus üblich das Dach voll auszunutzen, da die Einspeisevergütung noch deutlich höher war (genaue Zahl müsste ich nachschlagen). Und ja heute lohnen sich kleinere Anlagen mehr. Aber ich denke, dass du dein Verbraucherverhalten durchaus an die Anlage anpassen kannst. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat mit seiner 10-kWp-SunPower-Anlage auch einen Eigenenverbrauch von 30% geschafft und das mit einen Zwei-Personen-Haushalt.
      Hast du bei deiner Indachanlage Probleme mit der Wärmeentwicklung? Werden die jährlichen Prognosen erreicht?

      Herzliche Grüße
      Lydia

  5. holt man sich mit einer Photovoltaikanlage auf’s eigene Dach nicht auch ein Risiko mehr mit ins Haus? ich meine was wenn es mal brennt, schließlich wird ja bei einem Brand oft über das Dach gelöscht..

    • Hallo Ingolf,

      nun eine PV-Anlage stellt kein größeres technisches Risiko dar, wie jedes andere elektrische Gerät. Was soll passieren wenns brennt? Ich hoffe die Feuerwehr kommt und löscht das Feuer und das rechtzeitig 🙂

      Herzliche Grüße
      Lydia

  6. „schließlich wird ja bei einem Brand oft über das Dach gelöscht..“
    Im Film oder in der Realität?
    In der Realität brennen die Wohnungen und erst wenn das Feuer den Dachstuhl so weit zerstört hat dass Wasser von aussen in das Gebäude dringen kann fängt die Feuerwehr zu löschen an?

      • Dafür braucht man kein Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zu sein um zu wissen dass Dächer normaleweise Wasserdicht sind.
        Die Aussage von Ingolf ist rein Logisch, ohne Feuerbekämpfungserfahrung, unglaubwürdig.

        Um mal das Risiko von PV-Anlagen auf Dächer einzuschätzen hilft es bei einer Versicherung nachzufragen wie Hoch die Prämie steigen würde wenn man eine Bauen würde. Deren Kosten beinhalten zwar nicht nur Schäden sondern auch Verwaltung und Gewinn aber man kommt damit zur besseren einschätzung als dem Bild der Feuerwehr die auf das Dach wasser spritzt währen die Wohnung brennt.

  7. Hallo Lydia,

    fragen darf man ja mal. Wenn Du die Kommentare zu „Plug-&-Play-Photovoltaikanlagen“ beim Sonnenflüsterer gelesen hast, bist Du sicher auch auf meine Stellungnahme dort gestoßen. Leider geht gerade in dieser Form des „Bloggens“ die Übersicht recht schnell verloren.

    Meine 2011 „ans Netz“ gegangene Anlage habe ich was den Unterbau angeht selbst entworfen und „bausseitig“ meinem Solateur fertig zur Verfügung gestellt. Klar doch, jeder der sich mit PV beschäftigt weiß das zu hohe Temperaturen im Sommer die mögliche „Ausbeute“ erheblich verringern können. Die Hinterlüftung bei einer „Indachanlage“ sollte mindestens so gut sein wie das bei den „obendrauf PV“ (naturgegeben) der Fall ist.

    Was den Eigenverbrauch angeht, freut es mich, eine Lücke bei Dir und jeder Menge anderer zu schließen. Es ist erstaunlich, wie wenigen in der Branche es offensichtlich klar ist, ein Eigenverbrauch von 20 bis ~30% des jährlichen Gesamtertrags ist sozusagen „systemimmanent“ und keiner muss dafür besondere Maßnahmen ergreifen. Dabei gehe ich selbstverständlich von einem bewohnten Haus aus…

    Da ich eine Überschusseinspeisung betreibe, kann – muss ich das über die Zählerdifferenz auch nachweisen. Schließlich gibt es ab >30% eine höhere Vergütung für die eigengenutzten PV-Leistung. Da ich sozusagen mir selbst „Strom“ verkaufe, also „Erzeuger“ und „Letztverbraucher“ in Personalunion bin, fällt dafür die gesetzliche MwSt. an.

    Doch nicht nur ich bezahle brav Steuern auf die selbst erzeugte PV-Leistung. ALLE Besitzer von Anlagen die bis Ende 2008 „ans Netz gingen“ tun das. Erstaunlich, wie wenig dies bekannt ist und warum diese Tatsache „politisch“ nicht genutzt wurde in all den unerfreulichen Diskussionen wie „asozial“ doch PV-Betreiber seien, ist mir langsam kein Rätsel mehr. Es wurde schlicht übersehen, das Anlagen bis 2009 100% des PV-Stroms ins Netz ihres EVU einleiten, aber auf Grund der physikalischen Eigenschaften von elektrischem Strom, dieser sofort wieder (falls dort „etwas“ eingeschaltet ist) ins jeweilige private Hausnetz fließt.

    Dann allerdings über den Bezugszähler ! Somit zahlen alle privaten PV-Betreiber für ihren Eigenverbrauch von 20 bis ~30% des jährlichen Gesamtertrags, die vollen Belastungen aus dem EEG, was die Mehrwertsteuer einschließt. So gesehen, finanzieren all diese, wohl < 800.000 PV-Betreiber, ordentlich und gemeinsam die EE hier aka PV. Das war so nicht bekannt. Als ich das in hiesigen Bloggerkreisen vor einiger Zeit erwähnte, stieß ich zunächst auf Unverständnis und danach – nun ja, so richtig klar scheint das immer noch nicht zu sein. Ergo, die Macher des ursprünglichen EEG, hatten schon immer alles im Blick, was man von "uns" eher nicht behaupten kann.

    Noch eine Bemerkung zu dem Standort des Wechselrichters. Wer den entsprechend belüftet nicht irgendwo "unten" sondern gleich möglichst an der "kurzen DC Leine" anbringt, hat nirgendwo im Haus Gleichstromleitungen, welche solange die PV auch nur geringen Lichteinfall hat, auch recht ansehnliche Spannungen "beherbergt". Unabschaltbar im Brandfall ! Die notwendige AC Leitung zur Verteilung, wird sofort spannungs- und stromlos, wenn die Stromversorgung ausgeschaltet wird.

    Bei mir habe ich das ursprüngliche Einspeisekabel (von ehemaligen Dachständer) als Verbindung zur Verteilung im EG genutzt. Den Standort des Wechselrichter oben direkt in der Nähe der so sehr kurzen PV-Einspeisung, habe ich durch entsprechende feuerresistente Verkleidung aller Holzbauteile in seiner Nähe zusätzlich gesichert. Eine geplante maschinelle Entlüftung hat sich als überflüssig erwiesen. Die entstehende Thermik sorgt auch im Hochsommer für ausreichende Belüftung.

    • Hallo Rainer,
      ja jetzt wo du das alles erzählst kommen mir die Erinnerungen auch wieder hoch. Man vergisst doch schnell vieles, weil es nicht mehr gebraucht wird. Dafür tausend neue Dinge die man dem Kunden zu vermitteln hat.
      Und ich verstehe auch was du meinst mit doppelt Steuern zahlen. Auch bin ich erstaunt, dass ein WR im Sommer unter dem Dach nicht überhitzt. Erfahrung ist eben doch alles.

      Herzliche Grüße
      Lydia

  8. Es spricht leider sehr viel gegen eine PV-Anlage. Auch Auslegungsprogramme prognostizieren oftmals einen ROI von mehr als 15 Jahre. Es ist erschreckend.
    Alles in allem ist eine Solaranlage nur rentabel, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
    – Der Nutzer muss sein Verhalten an die Sonneneinstrahlung anpassen und den Strom dann verbrauchen, wenn er generiert wird. (Einspeisevergütung zu niedrig, deswegen Strom selbst verbrauchen!) Das heißt, je mehr Strom der Eigentümer selbst verbraucht, desto rentabler kann das Ganze werden.
    – Glück: Die Anschaffung und der Betrieb einer PV-Anlage hat auch etwas mit Glück zu tun. Man muss hoffen, dass nichts defekt geht, die Degradation (Verschlechterung des Wirkungsgrades) möglichst spät eintritt, keine PV-Elemente verschattet werden durch wachsende Bäume oder neu errichtete Gebäude (Verschattung einzelner Module ist das Schlimmste was passieren kann.), dass keine übermäßigen Wartungen vorgenommen werden müssen, usw. Das sind zwar oftmals nur „kleine Beträge“ die gezahlt werden müssen. Wenn man das Ganze aber mal durchrechnet, wird einem klar, dass die Kosten möglichst niedrig gehalten werden müssen.

    Ob die Photovolaitk weiterhin Bestand hat, entscheidet einzig und allein die Politik.

    • Hallo,
      der Sinn einer Photovoltaikanlage besteht darin, elektrische Energie zur Verfügung zu stellen. Mal Rendite usw außen vor gelassen. Und das tut sie sehr zuverlässig, wenn es hell ist.
      Dass sie sich dabei auch noch amortisiert (egal wie lange) ist ein netter Bonus.
      Dass das Verbraucherverhalten nicht arg angepasst werden muss ist einem Kommentar weiter oben nachzulesen. Und wenn für dich für die Anschaffung von Gegenständen Glück dazugehört, dann frage ich mich wieviel Glück jeder beim Autokauf, Fernseherkauf oder Computerkauf hat oder nicht hat.
      Ein Photovoltaikanlage ist fast passiv. Das einzige Gerät was arbeitet ist der Wechselrichter. Außerdem geben die Hersteller Garantien von 10 Jahren, auf die Leistung (Degradation) sogar 25 Jahre. Dass ein Solarmodul degradiert ist normal. Nichts ist vor dem Verschleiß sicher, auch kein Auto.
      Thema Verschattung. Ich habe noch von keinem Kunden gehört, der eine PV-Anlage hat, dass ihm urplötzlich ein Hochhaus vor die Nase gesetzt wurde, geschweige ein Baum über Nacht 20 Meter gewachsen ist. Verschattungen werden von vornherein mit einkalkuliert und können sehr gut mit geschickter Verschaltung der Strings oder speziellen DC-Bus Systemen reduziert werden.
      Die Forschung schläft nicht, auch nicht in der Solarbranche.

      Herzliche Grüße
      Lydia

  9. „Schön und gut denkst du dir, alles ganz nette Argumente, aber die Investition muss sich ja auch rechnen. An dieser Stelle frage ich mich immer, was Leute dazu bewegt ein neues Auto zu kaufen, rechnen sie auch vorher durch, ob sich die Investition rentiert? Meist wird doch nur geprüft ob Benziner oder Dieselmotor, aber dann hört es auch schon auf, denn ein Auto verursacht Kosten und hat keine Rendite.“

    Ich finde, das ist ein ganz schwaches Argument. Eine Photovoltaik-Anlage ist sicherlich ein teures Hobby. Das gute Gewissen ist auch schön und gut, aber ohne Rendite ist der Kreis der Menschen, die sich für PV interessieren würden doch höchstens dreistellig.

  10. Hallo Lydia,

    einer der Gründe warum mir die quasi „Eintagsfliege“ Blogg nicht gefällt. Sicher auch nicht perfekt, aber die Forensoftware „phpBB“ als eine Art „Datenbank“ gebraucht, scheint mir geeigneter. Durchaus noch verbesserungsfähig – ich arbeite dran…

    Was den WR angeht, ich war durchaus auf thermische Probleme vorbereitet. Entsprechend habe ich den Montageort vorbereitet. Das Montageblech hinter dem eigentlichen WR ist mit ~30 mm Abstand zur Wand fest verschraubt. So kann der WR „allseitig“ von einem Luftstrom „umhüllt“ werden. Steigende Temperatur des WR-Gehäuses erzeugt eine natürliche lüfterunabhängige „Kaminwirkung“. Über dem WR, am höchsten Punkt befindet sich eine (auf dem Bild nicht sichtbare) Öffnung zu einem kurzen Lüftungsrohr, welches direkt in Freie führt. Dort wäre jederzeit die Nachrüstung eines geeigneten „Rohrventilator“ möglich. Bislang hat sich dafür kein Bedarf ergeben. Der thermische Auftrieb und der im WR eingebaute Lüfter haben in nun 5 Jahren niemals zu einer Überhitzung geführt.

    Zu vorbeugenden Brandschutz sind alle brennbaren Teile der Umgebung mittels 2schichtigen 20mm) „Fermacell – Gipsfaserplatten“ armiert. Ein Rauchmelder werde ich noch nachrüsten.

    Der verantwortliche Solateur (mit dem selbstverständlich auch dieses Detail abgesprochen war) hatte zu keinem Zeitpunkt fachliche Einwände. Außer der üblichen Modulverkabelung sind mit dieser Methode, die DC Zuleitungen zum WR extrem kurz und die ohmschen Verluste entsprechend gering. Die 3phasige AC Verbindung (frühere Einspeisung über Dachständer) zur Verteilung im EG, ist mit 16mm² eher „überdimensioniert“.

    Was die völlig überzogenen Vorstellung zu Bränden durch PV oder Gebäude mit PV angeht, empfehle ich diese Adresse – TÜV Rheinland und das Fraunhofer ISE : http://www.pv-brandsicherheit.de/29/

    oder https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/presseinformationen-2015/projekt-zu-brandrisiken-bei-pv-anlagen-erfolgreich-abgeschlossen-tuev-rheinland-und-fraunhofer-ise-veroeffentlichen-leitfaden

    Ein Auszug : >Die Forscher konnten für die zurückliegenden Jahre rund 210 Fälle ermitteln, in denen Brände durch PV-Anlagen verursacht wurden. Dabei blieb der Schaden in 130 Fällen auf die Anlage begrenzt und in etwa 80 Fällen war das Gebäude betroffen. In Anbetracht der über 1,5 Millionen in Betrieb befindlichen PV-Anlagen in Deutschland ist das nach Ansicht der Experten zwar eine sehr geringe Zahl, durch die fortschreitende Alterung der Anlagen ist allerdings mit einem Anstieg in den nächsten Jahren zu rechnen….<

    Meist isoliert von allen anderen Brandereignissen, mögen ja die "gigantische Zahl" von 210 Fällen von Bränden durch PV-Anlagen in den Sommerlöchern der Presse, zu Horrormeldungen aufsteigen, aber ganz offensichtlich ist das Risiko vergleichsweise hinnehmbar.

    Meine Anlage ist ausschließlich mit etwas "teureren" Fabrikaten eines deutschen Herstellers ( Heckert-Solar) tatsächlich " Made in Germany" ausgestattet. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail – das wohl größte Problem modulseitig, sind die Anschlüsse ("Solarbox") – Steckverbinder und Leitungsverlegung. Bei Indachinstallation, sind diese Elemente zwar nicht direkt zugänglich, aber vor Witterung und besonders der UV-Strahlung komplett geschützt. Ob das Ganze "normgerecht und fachmännisch ausgeführt wurde, kann ich (wenn auch inzwischen Rentner) berufsbedingt durchaus beurteilen…

  11. Was die „Rendite“ von PV-Anlagen angeht, findet sich viel Unsinn im WEB. Angesichts der Zinsentwicklung für die üblichen Geldanlagen – bis hin zum „negativen Zins“ für Banken & Menschen mit sehr großem Vermögen, bleiben eigentlich nur Geldanlagen mit recht hohem Risiko übrig.

    Dagegen ist selbst bei inzwischen sehr, sehr niedrigen aktuellen Einspeisevergütungen eben keine Null zu befürchten. Wer seine Anlage die verglichen mit den Preisen von vor ~5 Jahren, deutlich preiswerter Heute montieren lässt und diese auf max. Eigenbedarf „trimmt“, muss zwar mit sehr langfristiger finanzieller Amortisation kalkulieren, aber eben nicht mit der „schwarzen Null“ und all den Folgekosten die z.B. ein fossiles KFZ dem Eigentümer so im Einzelnen bereitet.

    Nein, eine entsprechend geplante PV mit Speicher ist weder ein Hobby, noch gar ein „schwaches Argument“ – Schwach sind eher die üblichen „Argumente“ der offenen und versteckten Gegner jeglichen Fortschritts.

    Was mich persönlich angeht, habe ich den Kauf meiner PV keine Sekunde bereut. Eine wohlüberlegte Geldanlage die ich zukünftig noch mit einer meinen Vorstellungen angepassten Speicherlösung erweitern werde. Doch auch unabhängig von einem Speicher, habe ich neben den Einspeisevergütungen ohne besonderen Aufwand jährlich ~31% meiner Gesamtproduktion als Eigennutzung mit entsprechender Vergütung plus der gleichzeitigen Kostenvermeidung bei Bezugsstrom „Rendite“ ohne die Einspeisevergütung für die „restlichen ~69 %.

    Genauso verhält es sich mit den Kosten für eine Wärmedämmung. Die habe ich mir bereits in den siebziger Jahren „geleistet“ – wo kaum jemand auf eine so abstruse Idee gekommen wäre. Da ich sowohl den Warmwasserbedarf, als auch die Heizleistung für das Haus elektrisch „darstelle“, kann eine „Rendite“ auch für die Dämmmaßnahmen angenommen werden. Im Zuge der PV-Installation habe ich die Dachwärmedämmung aus ungefähr heute max. geforderten Stand gebracht. Fenster und Außentüren werden nach und nach auf den aktuellen Dämmwert hin ausgetauscht. Rendite ? Nun ja Komfort nicht, aber niedrigere Stromkosten sind ja durchaus messbar… Messbar und aber nicht im „Geldwert“ nachweisbar, ist meine seit ~1979 lokal vollkommen emissionsfreie Heizmethode. Messbar, die nicht erforderlichen Kosten für den Schornsteinfeger…

    Was mein PKW angeht, der zufällig inzwischen genauso alt ist, wie meine PV, ist dagegen ein sehr teures Vergnügen. Ein echtes „Hobby“ eine wesentlich billigere Lösung hätte es auch getan. Erstaunlich wie manche, die nahezu bei allen Anschaffungen wenig über die Folgekosten und gar „Rentabilität“ nachdenken, geradezu manisch über Rendite nachdenken, welche ein PV haben müsste, sollten sie sich je dazu entschließen können.

    Wer z.B. ein Haus zur Eigennutzung kauft oder baut, muss mit recht großen Zeiträumen rechnen bis das eingesetzte Kapital über Mieteinsparung (nicht Mieteinnahmen !) zurückfließt. Wer mietet, weil er nicht anders kann oder will, darf gerne mal ausrechnen für wen sich sein „Kapitaleinsatz aka Miete“ rechnet.

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