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Die optimale Photovoltaikanlage für Dein Dach

Optimale PhotovoltaikanlageDie Zeit der überfüllten Dächer sind vorbei. Seit einigen Jahren geht der Trend, für die Dimensionierung einer Photovoltaikanlage nicht nach Dachgröße, sondern nach Jahresverbrauch. Es wird je nach Bedarf die richtige Größe des Sonnenkraftwerkes ermittelt und gebaut. Jeder gute Online-Rechner errechnet das in wenigen Sekunden.

Aber wie kann man das selbst ermitteln? Was ist die Rechnung dahinter?

Mit einer einfachen Bierdeckel-Rechnung erkläre ich dir im folgenden Artikel, wie du die optimale Photovoltaikanlage für deinen Bedarf ermittelst.

Auf die Größe kommt es nicht an

Früher hat man die Anlagen so groß wie möglich gebaut, damals war der Hauptgrund für eine PV-Anlage der Verkauf des Stromes und der maximalen Ausnutzung der Dachflächen. Seit einigen Jahren hat sich das Blatt aber gewendet. Die Einspeisevergütung ist stark gesunken. Sodass es heute attraktiver ist, eine Anlage dem Strombedarf anzupassen.

Wir müssen also nicht mehr das Dach „voll pflastern“ bis zum Rand – dabei vielleicht noch Beschwerden von den Nachbarn anhören wie doof das doch aussiehst – Nein heute sind die Anlagen kleiner und ästhetischer.

Dein Jahresverbrauch

Um die Anlagengröße richtig ermitteln zu können brauchen wir eine wichtige Grundlage: deine Stromrechnung. Such deine letzte Jahresabrechnung raus und schau genau hin, wie viel kWh du in dem Jahr verbraucht hast.

Nehmen wir mal an, deine Familie verbraucht 3.000 kWh Strom im Jahr. Verbrauch = 3.000kWh. Je nachdem wo dein Haus steht, gibt es verschiedene Einstrahlungswerte. Diese werden vom Wetterdienst errechnet aus dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre.

Auf seiner Website kannst du dir die Karte herunterladen. Da die Angaben auf der Karte in kWh pro qm angegeben sind wird mit mehr oder weniger einfachen Formeln in kWh pro kWp umgerechnet. Durchschnittlich beläuft sich der spezifisches Jahresertrag auf 900 kWh/kWp (Süddach). Ertrag = 900 kWh/kWp.

Leistung deiner Photovoltaikanlage

Wir haben also den Verbrauch und den spezifischen Jahresertrag. Nun müssen wir nur noch den Verbrauch durch die Einstrahlung teilen: 3000kWh / 900kWh/kWp= 3,33 kWp(gerundet).

Die Anlage sollte also 3,3 kWp groß sein. Wenn man eine kleinere Anlage baut, so würde sich der Eigenverbrauch erhöhen. Ist die Anlage größer so wird mehr Überschuss für das Netz produziert und an den örtlichen Energieversorger verkauft.
Dabei handelt es sich wie gesagt um gemittelte Werte und diese Rechnung dient als Orientierung. Spielraum nach oben oder unten gibt es immer.

Ist dein Dach eher nach Osten oder Westen ausgerichtet, dann weicht der berechnete Wert natürlich ab. Aus Dachneigung und Ausrichtung ergeben sich Korrekturfaktoren, die beim spezifischen Jahresertrag mitmischen. Einfacher geht es deshalb immer noch mit einem Onlinerechner.

Hilft dir die Rechnung weiter? Hast du schon die optimale PV-Größe ermittelt?

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Ich stehe mit meinem Blog noch ganz am Anfang und muss noch viel lernen. Deshalb freue ich mich über jedes Feedback. Jeder Kommentar und jede E-Mail wird von mir beantwortet. Fragen, Anregungen, Verbesserungen oder ein nettes Lob, sind bei mir immer sehr willkommen.

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Autor: Lydia

Leidenschaftliche Solartechnikerin, die helfen möchte Photovoltaik einfach zu verstehen. Denn energiewenden ist auch auf dem eigenen Hausdach möglich.

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